Liquidität verstehen lernen – bevor das Konto streikt
Manche Unternehmer schauen nur aufs Bankkonto und denken, alles läuft. Dann kommt der Monat, in dem drei Großkunden gleichzeitig später zahlen. Wir zeigen, wie man Liquiditätsengpässe frühzeitig erkennt und mit einfachen Analysen gegensteuert – ohne Finanzstudium.
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Kennzahlen, die wirklich etwas über Ihre Zahlungsfähigkeit aussagen
Es gibt Dutzende Finanzkennzahlen. Die meisten davon braucht man im Alltag nicht. Wir konzentrieren uns auf die vier bis fünf, die Ihnen zeigen, ob Ihr Unternehmen zahlungsfähig bleibt – heute und in drei Monaten. Das sind keine abstrakten Formeln, sondern Werkzeuge, die Sie direkt auf Ihre Buchhaltung anwenden können.
Liquidität 1. Grades
Das schnellste Geld – flüssige Mittel im Verhältnis zu kurzfristigen Verbindlichkeiten. Zeigt, ob Sie morgen noch zahlen können.
Working Capital
Umlaufvermögen minus kurzfristige Schulden. Gibt Ihnen einen Puffer für den normalen Geschäftsbetrieb.
Cashflow-Deckung
Wie lange können Sie mit dem laufenden Cashflow Ihre Fixkosten decken? Eine unterschätzte Größe, die Krisen früher sichtbar macht.
Debitorenlaufzeit
Wie schnell zahlen Ihre Kunden wirklich? Ein hoher Wert bedeutet: Geld steckt in unbezahlten Rechnungen fest.
So analysieren wir Liquidität – Schritt für Schritt
Unser Programm folgt keinem Lehrbuch, sondern dem, was in echten Unternehmen funktioniert. Wir nehmen Ihre Zahlen, rechnen gemeinsam und sprechen über die Ergebnisse – ohne Fachjargon.
Datensammlung ohne Chaos
Wir zeigen, welche Zahlen Sie wirklich brauchen und wo Sie sie finden – in Ihrer Buchhaltung, im Controlling oder im ERP-System. Keine komplizierten Vorlagen, sondern eine einfache Struktur, die zu Ihrem Unternehmen passt.
Berechnung der Kennzahlen
Mit ein paar Excel-Formeln oder einem kleinen Tool rechnen wir die wichtigsten Liquiditätskennzahlen aus. Sie sehen sofort, ob Ihre Zahlungsfähigkeit stabil ist oder wo es eng wird. Und Sie lernen, diese Berechnungen selbst durchzuführen.
Interpretation und Maßnahmen
Eine Kennzahl allein hilft nicht. Wir schauen gemeinsam, was die Zahlen bedeuten, wo Handlungsbedarf besteht und welche Maßnahmen Sie sofort umsetzen können – etwa Zahlungsziele anpassen, Forderungen einfordern oder Ausgaben priorisieren.
Liquidität vs. Rentabilität – ein Unterschied, den viele übersehen
Ein profitables Unternehmen kann trotzdem zahlungsunfähig werden, wenn das Geld nicht zum richtigen Zeitpunkt da ist. Umgekehrt kann ein Unternehmen mit geringer Marge liquide bleiben, wenn das Forderungsmanagement stimmt.
In unserem Programm lernen Sie, beide Perspektiven zu verbinden und die richtigen Prioritäten zu setzen – je nachdem, in welcher Phase sich Ihr Unternehmen befindet.
| Aspekt | Liquiditätsanalyse | Rentabilitätsanalyse |
|---|---|---|
| Zentrale Frage | Kann das Unternehmen seine Rechnungen bezahlen? | Erwirtschaftet das Unternehmen Gewinn? |
| Zeitperspektive | Kurzfristig – heute, nächste Woche, nächster Monat | Mittel- bis langfristig – Quartal, Geschäftsjahr |
| Wichtigste Kennzahlen | Liquiditätsgrade, Working Capital, Cashflow | EBIT, Eigenkapitalrendite, Umsatzrendite |
| Gefahr bei Vernachlässigung | Zahlungsunfähigkeit, Insolvenz trotz Gewinn | Langfristig nicht tragfähiges Geschäftsmodell |
| Typische Fehlannahme | "Wir haben genug Umsatz, also ist alles gut" | "Solange wir schwarze Zahlen schreiben, läuft's" |
| Praktische Maßnahmen | Forderungsmanagement, Zahlungsziele, Kreditlinien | Preisgestaltung, Kostenoptimierung, Produktmix |
Thorstein Andreasen – Ihr Ansprechpartner
Seit über zehn Jahren unterstütze ich mittelständische Unternehmen dabei, ihre Finanzen zu verstehen und zu steuern. Mein Ansatz: Keine Theorie ohne Praxis. Wir arbeiten mit Ihren echten Zahlen und finden Lösungen, die zu Ihrer Situation passen.
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